Türkei

Jahresrückblick 2015 – Video

Hier könnt ihr einen kleinen Jahresrückblick sehen.
Wir durchquerten 2015 die Türkei, Georgien, Armenien, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgistan, Tadschikistan, China, Pakistan, Indien, Myanmar, Thailand, Kambodscha und Laos.

Hier gehts zum Video

von der syrischen Grenze zum Schwarzen Meer

Wir scheinen etwas in Verzug geraten zu sein, denn es ist bereits März und da wollten wir schon im Iran sein. Daher machen wir uns auf den Weg, obwohl es in Kappadokien noch viel Interessantes zu entdecken gegeben hätte. Wir fahren zuerst nach Süden, Gaziantep ist die Partnerstadt der syrischen Stadt Aleppo, sie ist das Pistazienzentrum der Türkei und der Basar gilt als einer der Wichtigsten für den Handel mit Hülsenfrüchten und Gewürzen. Da wir nur ca. 70 km von der syrischen Grenze entfernt sind, wollen wir nicht wild in der Gegend campen und aus diesem Grund mieten wir uns im Hotel Sirehan ein. Ein wunderschönes Hotel, eine ehemalige Karawanserei an der Seidenstraße, von hier aus können wir den Basar und die Altstadt bequem zu Fuß erreichen. Am Abend machen wir noch einen kurzen Bummel durch die Stadt, die Geschäfte schließen gerade und wir sind sehr gespannt auf den morgigen Tag.

Nach einem tollen Frühstück mit einheimischen Spezialitäten gehen wir auf den Basar, es gibt handgemachte Lederschuhe, Metallwaren, Gewürze, Nüsse, Süßigkeiten, Kleider und vieles mehr. Besonders interessant sind die alten Metallwerkstätten und in einer kleinen Nische sitzt ein Mann in seiner Werkstatt, er lötet etwas zusammen und ich frage ihn, ob wir reinkommen dürfen, er bejaht. Er lötet mit Hämmern, ob diese aus Stein oder Metall sind, kann ich leider nicht erfahren. Diese erhitzt er in einem Kohlefeuer und bearbeitet dann seine Werkstücke. Es ist sehr beeindruckend wie er mit diesen, für uns primitiven Mitteln so exakt arbeiten kann. Aus allen Werkstätten qualmt der Kohlerauch und das Hämmern der Kupferschmiede ist weit zu hören. Wir verbringen den ganzen Tag in der Stadt und bleiben noch eine Nacht im Sirehan Hotel. Am nächsten Morgen fahren wir weiter, Sanliurfa lassen wir aus, hier verpassen wir die Höhle Abrahams, aber die Zeit drängt uns und der Weg nach Trabzon ist noch weit, dort wollen wir die Visa für den Iran holen.

Zuvor machen wir halt am Berg Nemrut Dagi, dort gibt es eine Kombination aus Heiligtümern und Grabstätte, mit überdimensionalen steinernen Figuren zu sehen, die König Antiochus dort ca. 50 v. Christus errichten ließ. Der Berg liegt am Oberlauf des Euphrat im nördlichen Mesopotamien und ist 2150 m hoch, wir fahren bis ca. 1500 m, dann treffen wir auf einen parkenden Minibus. Wir halten an und unterhalten uns mit dem Fahrer. Im Moment sei es unmöglich hoch zu fahren, der Schnee liegt zu hoch, nur zu Fuß kann man die steinernen Giganten im Moment erreichen. Er wartet auf seine zwei thailändischen Gäste. Da es bereits Nachmittag ist und es über 6 km bis zum Gipfel sind, beschließen wir hier zu übernachten und morgen früh auf den Gipfel zu steigen.

Wir übernachten bei Osman, er hat hier in der Nähe ein Hotel, das im Moment geschlossen ist, wir können im Hof parken und dort schlafen. Osman ist ab und zu in Kiel und in seinem Büro reden wir eine Weile über alles Mögliche. Er zeigt uns Bilder vom Gipfel, den steinernen Köpfen und von seinen Autos. Einem Suzuki Samurai, mit dem er hier im Gelände unterwegs ist und seinem Mercedes W124, in dem nur er fährt. Das ist das beste Auto, dann kommt Audi A6 und dann Volvo. Am Abend bringt er uns ein frisch gebackenes Fladenbrot vorbei, das wir zum Frühstück essen.

Dann geht es los, vor acht Uhr sind wir startklar, es ist kalt und beginnt leicht zu regnen. Wir fahren soweit es möglich ist und gehen dann zu Fuß weiter. Der Schnee wird immer höher, es fängt an zu schneien und der Wind nimmt zu. Wir stapfen weiter und erreichen den Gipfelparkplatz, von hier aus können wir den Gipfel sehen, es sind noch ca. 600 m, aber der Wind hat Sturmstärke angenommen und bläst uns frontal ins Gesicht, so dass das Atmen kaum noch möglich ist. Wir gehen noch ein kurzes Stück weiter, beschließen aber dann umzukehren und nach 4 Std. sind wir zurück am Auto. Wir sind total durchnässt und durchgefroren. Wir ziehen uns draußen noch aus und nehmen unsere trockenen Sachen mit ins Auto. Standheizung ein und Motor an, wir essen getrocknete Aprikosen und langsam tauen wir auf. Schade, zu gerne hätten wir die steinernen Monumente gesehen. Wir fahren dann weiter in Richtung Trabzon, es regnet nun ununterbrochen und in Diyarbarkir macht der Scheibenwischer schlapp, zum Glück sehen wir hier direkt an der Hauptstraße Mercedes-Benz Gelecek und uns wird wieder einmal schnell und unkompliziert geholfen. Statt einer Rechnung bekommen wir eine Wanduhr, einen Kugelschreiber, einen Kalender und zwei Tassen geschenkt. So macht der Werkstattbesuch Spaß.

Es ist spät geworden und wir bleiben in Diyarbarkir, von wo aus wir nun in einer Tour nach Trabzon wollen. Wir fahren am nächsten Morgen bis Bingöl, wundern uns über die vielen Leute auf der Straße, die gepanzerten Fahrzeuge und die abgeriegelten Straßen und dann weiter bis kurz nach Kagi, wo uns 4 bewaffnete Securityleute verduzt anschauen und fragen was wir hier wollen. Nach Trabzon, ich zeige einem die Karte und er erklärt uns, dass die Straße gesperrt sei, warum erfahren wir leider nicht, nur, dass wir bis Bingöl zurück müssen und dann nach Erzurum. Ein Umweg von 150 km auf ziemlich schlechten Straßen.

Um 01.30 erreichen wir schließlich Macka bei Trabzon, wo wir an der Straße parken und schlafen. Am Morgen fahren wir die restlichen 20 km bis Trabzon und sind zum ersten Mal in unserem Leben am Schwarzen Meer.

Trabzon ist eine Hafenstadt und sie erscheint uns dreckig und in schlechtem Zustand. Es ist Sonntag und wir suchen das Konsulat des Iran, das wir in einer kleinen Seitenstraße finden, morgen wollen wir in aller Frühe hier unser Glück versuchen und ohne Referenznummer das Visum holen. In der Zwischenzeit bummeln wir noch durch Trabzon, sonntags sind hordenweise Menschen unterwegs und bevölkern die Cafés und Straßen.

Am Montagmorgen stehen wir um 08.30 vor dem Konsulat, wir sind die Einzigen hier. Kurz vor neun Uhr kommen noch Geraldine und Robert, zwei Ethnologiestudenten aus Deutschland, die per Anhalter unterwegs sind und auch ohne Referenznummer ein Visum für den Iran möchten. Gegen 09.15 Uhr stehen wir alle 4 wieder auf der Straße, allerdings ohne Visa. Wir haben Zettel bekommen mit 4 Internetadressen, wo man die Referenznummern beantragen kann, mit dieser Nummer sollen wir dann wieder kommen.

Dass es ohne diese Nummer nicht geht hat uns bereits Sandra und Fabian, zwei Medizinstudenten aus Magdeburg, die wir in Kappadokien getroffen haben, per E-Mail geschrieben. Wir haben noch in Diyarbarkir die Nummern über das Internet bei http://www.iranianvisa.com beantragt, aber wir wollten es auf jeden Fall noch auf diese Art versuchen. Es bleibt uns nun nichts anderes übrig, als auf die Referenznummer zu warten. Wir fahren wieder ein Stück aus Trabzon heraus, in Richtung Macka und halten an der Straße an und beratschlagen was wir nun tun sollen. Es fährt ein Jeep Grand Cherokee, mit Autokennzeichen von Trabzon an uns vorbei, hält dann an und kommt im Rückwärtsgang zurück. Ich lasse die Seitenscheibe herunter und ein Mann ruft zu uns herüber „Ich bin Hamburger, kann ich euch helfen?“ Wir zögern kurz und erzählen ihm dann unsere Geschichte und dass wir einen Platz für 2-3 Tage suchen, wo wir bleiben können. Er lädt uns zu sich ein und gibt uns seine Handynummer, wir wollen noch was einkaufen und verabreden uns für den Nachmittag, dort treffen wir uns in einer Teestube.

Yilmaz ist 69 Jahre alt und hat 45 Jahre bei Blohm und Voss in Hamburg als Schweißer gearbeitet. Jetzt ist er wieder in seiner Heimat, er hat hier zwei Häuser und bietet uns an, bei ihm zu wohnen. Im Moment ist er alleine, seine Frau ist noch in Deutschland, sie kommt erst im Juli für einige Wochen.

Wir fahren mit ihm zu seinem Haus und schlagen unser Dachzelt im Garten auf. Die Tage vergehen und wir erhalten immer noch keine Nachricht bezüglich der Referenznummern, dafür gehen wir mit Yilmaz auf die Jagd, wir besuchen sein Haus in den Bergen, kochen Tee, Kaffee und Grünkohl, hacken Holz und versorgen seine 2 Hunde, die gerade 3 noch sehr kleine Junge haben. Doch so langsam bekommen wir schlimme Befürchtungen, dass das mit dem Visum nicht so schnell geht, denn am 21.03. feiern die Iraner ihr Nowruz-Fest, das ist das iranische Neujahrsfest und das kann bis zu 14 Tage andauern. Leider bekommen wir dann auch noch eine E-Mail, unser Antrag wird erst nach dem Urlaub bearbeitet und dieser endet am 27. März, d. h. für uns, dass es wohl April wird, bis wir in den Iran einreisen können.

Tage in der Türkei

Im Moment warten wir auf unsere Iran Visa und sitzen in Trabzon.

Hier zeigen wir euch ein kleines Video über unsere Tage hier in der Türkei.

Kappadokien

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Bereits seit 164 Tagen sind wir unterwegs, mehr als doppelt so lange, wie der Romanheld „Phileas Fogg“ von Jules Verne benötigte, um einmal um die ganze Welt zu reisen.

Im dritten Anlauf erreichen wir Kappadokien, es ist Wetterbesserung eingetreten und im anatolischen Hochland sind die Temperaturen jetzt auch auf über 16°C gestiegen. In einer Tour fahren wir von Tasucu nach Göreme, die schöne Küstenlandschaft wandelt sich schnell in eine karge Einöde. Als wir ankommen ist bereits Nachmittag und wir halten in Göreme, dem Zentrum des gleichnamigen Nationalparks an, kaufen eine Landkarte der Region und schauen uns um. Es gibt in der Nähe einen Aussichtspunkt, von wo aus man einen phantastischen Sonnenuntergang beobachten kann.

Nachdem wir mit vielen Andern den Sonnenuntergang genossen haben, leert sich der Platz und wir beschließen hier die Nacht zu verbringen, hierzu fahren wir ein bisschen den Berg hinauf, der Weg ist steil und schmal und als es nicht mehr weitergeht bleiben wir stehen. Wir kochen unser Abendessen und machen noch einige Photos, denn heute ist Vollmond. Danach setzen wir uns noch ins Auto und trinken etwas Rotwein. Annette erschrickt plötzlich, als sie zu mir herüberschaut. An meiner Fahrertür stehen drei Personen und leuchten ins Auto. Ich lasse die Scheibe herunter und wir erkennen die Jandarma, sie sind zu Fuß hier hoch gekommen, warum oder wer sie gerufen hat erfahren wir leider nicht, die Kommunikation ist schwierig, aber wir sollen hier herunter und einen anderen Platz aufsuchen.

Am nächsten Morgen gehen wir von unserem Schlafplatz aus zu Fuß zum Open-Air-Museum. Hierbei handelt es sich um Kirchen und Wohnbehausungen, die die Menschen hier, vor vielen Jahrhunderten in das weiche Tuffgestein gegraben haben. Die letzten Behausungen wurden erst 1952 aufgegeben und noch heute werden die Höhlen genutzt. Touristisch als Cave Hotels oder auch als Lagerräume für Früchte. Ein solches Lagerhaus entdecken wir, als wir durch das Rose Valley zurück zu unserem Auto gehen. In einer unscheinbaren Einfahrt in eine unterirdische Grotte steht doch tatsächlich ein großer Mercedes-LKW. Ich bleibe stehen und schaue in die Einfahrt, irgendwann kommt ein Mann heraus und ich frage ihn, ob er uns das Lagerhaus zeigt. Es werden gerade Zitronen, die vom Schwarzen Meer kommen, entladen. Das ist Knochenarbeit und wird von Hand ohne Stapler, Sackkarre, etc. erledigt. Die Früchte bleiben hier zwischen 6 Wochen und 3 Monaten und reifen in diesem unterirdischen Lager, danach werden sie verpackt und nach ganz Europa exportiert. Hier unten herrscht ganzjährig eine Temperatur zwischen 6 und 8 °C. Die Belüftung erfolgt über Kamine, die auch nur in den Fels gehauen sind. Das ganze Lager funktioniert ohne zusätzliche Energie. Bei uns eher undenkbar in einem Nationalpark?!

Danach fahren wir noch auf staubigen Pisten zu den Feenkaminen, die Einheimischen nennen es auch Love Valley. Die Form der Kamine spricht für sich.

Derinkuyu heißt so viel wie tiefer Brunnen oder Schacht. Die Ortschaft mit diesem Namen liegt ca. 20 km südlich und am späten Vormittag erreichen wir die „Underground City“. Bis in die 50-er Jahre hat die Bevölkerung hier das Wasser aus einem tiefen Brunnen geschöpft, ohne zu ahnen, was sich darunter verbirgt. Die Menschen in der Region von Kappadokien haben vor Jahrtausenden Städte in das Tuffgestein gegraben, um Schutz vor Feinden oder dem Wetter zu suchen. In Derinkuyu geht man davon aus, dass bis zu 30.000 Menschen Platz gefunden haben, es gab Ställe, Schulen, Kirchen, Bäder, Weinpressen und natürlich Wohnungen. Bis zu 10 Stockwerke tief und mit einem ausgeklügelten Belüftungssystem versehen. Die Türen konnten mit schweren Steinen, die wie Mühlsteine aussehen, verschlossen werden. Es soll in Kappadokien über 50 solcher unterirdischen Städte geben, leider sind nur Wenige der Öffentlichkeit zugänglich.

Als wir am ersten Morgen in Kappadokien aufgestanden sind, war der ganze Horizont mit Heißluftballons bedeckt und in den Ortschaften hier, gibt es unzählige Anbieter von Ballonfahrten. Obwohl Annette eigentlich Höhenangst hat, macht sie den Vorschlag doch auch eine Ballonfahrt zu unternehmen und so buchen wir für Sonntag eine Fahrt. Um 05.30 Uhr startet das Abenteuer, es ist ein tolles Gefühl über diese Landschaft zu schweben und wir sind beeindruckt wieviel Steuermöglichkeiten der Pilot hat und von seinem Können, sich durch die verschieden Täler, so wie sich an den vielen anderen Ballons vorbei zu schlängeln.

Wir bekommen ein wenig das Gefühl, wie sich wohl ein Phileas Fogg gefühlt haben könnte, als er, zum Teil auch in einem solchen Ballon, in 80 Tagen um die Welt gereist sein soll.

Und hier treffen wir auch wieder Emma und Andy, die in 800 Tagen in ihrem Toyota Hilux um die Welt reisen möchten.

 

 

 

 

Abstecher nach Zypern – short trip to Cyprus

Am Rosenmontag landen wir abends wieder in Izmir, wir waren an der goldenen Hochzeit meiner Eltern und leider auch an der Beerdigung unseres Freundes Achim. Da unser Auto bei Mercedes Mengerler in Izmir, unweit des Flughafens steht, aber leider schon geschlossen hat übernachten wir am Flughafen und stehen am nächsten Morgen im Autohaus. Es wird gerade noch ein Dichtgummi in die Hecktüre eingebaut, weshalb wir noch etwas warten müssen. Als „Übersetzer findet sich Sahin, ein Türke, der aber in Mannheim aufgewachsen ist und jetzt wieder in Kusadasi bei Izmir lebt. Seine S-Klasse hat aber noch das Kennzeichen von Ludwigshafen (LU).

Unser nächstes Ziel heißt Pamukkale, dieser Ort ist UNESCO Weltkulturerbe und liegt nahe an der antiken Stadt Hierapolis. Die jahrtausendealten Kalksinterterrassen sind weltweit einzigartig, etwas Ähnliches gibt es noch im Yellowstone Nationalpark in den USA. Das kalkhaltige Thermalwasser, das hier aus der Erde kommt, formte über tausende Jahre diese Terrassen.

Wir übernachten im Nachbarort Karahayit auf einem Campingplatz namens „Kurhaus“. Auch hier kommt warmes Wasser aus der Erde und die Dusche im Keller ähnelt einem Schwimmbad. Aus der Wand kommt ein dickes Rohr und wenn man den Hahn aufdreht prasselt das heiße Thermalwasser auf einen hernieder. Man könnte stundenlang darunter stehen.

Der Eigentümer des Platzes, dazu gehört auch noch eine Pension, hat viele Jahre in Deutschland gearbeitet und seine erste Baustelle, auf der er 6 Jahr gearbeitet hat, war das Kurhaus in Mainz, deshalb hat er seine Pension und Campingplatz auch so benannt. Bei Einbruch der Dunkelheit bemerken wir auch wie er Zusatzeinnahmen über den Winter generiert, in dem er die Zimmer der Pension stundenweise vermietet.

Am nächsten Morgen wollen wir weiter, an den großen Salzsee Tuz Gölü und dann nach Kappadokien. Wir fahren über das anatolische Hochland, erstmal bis nach Beysehir am gleichnamigen See und übernachten dort in einem Hotel, da es am Abend bereits über 6°C Minus hat und schneit. Am nächsten Morgen ändern wir aufgrund des Wetters unseren Plan und fahren wieder zur Südküste nach Manavgat und von dort weiter nach Anamur. Dort ist auch das Kap Anamur, der südlichste Punkt Kleinasiens und Namensgeber des Rettungsschiffes der Hilfsorganisation Cap Anamur/Deutsche Not-Ärzte e. V.

Wir besichtigen die Kreuzritterburg Mamure Kalesi und der Greenkeeper Recep macht mit uns eine persönliche Führung, er hat sein eigenes Gästebuch, in das wir uns eintrage dürfen, danach gibt es noch Cay. Anemurion, die antike Stadt Stadt am Kap Anamur schauen wir uns im Anschluss an, sie hat eine beeindruckende Nekropole und eines der besterhaltenen Odeons der antiken Welt. Gegenüber Kap Anemurion liegt das Kap der Zyprer oder Kap Krommyus, etwa 60 km vom Festland entfernt. Und so entsteht der Plan nach Zypern zu reisen, zumal es in Kappadokien immer noch sehr kalt und verschneit ist.

In Tasucu kaufen wir ein Fährticket und setzen mit zweieinhalb stündiger Verspätung nachts um 02.30 Uhr nach Zypern über. Wir legen im Hafen von Girne (Kyrenia) in der Türkischen Republik Nordzypern gegen 7.00 Uhr an und verlassen die Fähre, danach beginnt eine kleine Odyssee. Die Kfz-Versicherung ist im Nordteil Zyperns ungültig, daher stellen wir uns als erstes in die Schlange vor dem Versicherungsschalter, dann zahlen wir die Hafengebühr, holen die Einreisestempel bei der Polizei und letztendlich stehen wir an der Zollabfertigung. Hier treffen wir auf einen Beamten, der mit meinem Personalausweis Probleme hat, weil er keinen Stempel reinhauen kann, ob ich mit dem Dokument einreisen darf, kann er nicht entscheiden, daher müssen wir zu Mr. Achmet. Der sitzt im Zollgebäude außerhalb des Hafens. First Floor, first right. OK, wir finden ihn, er versteht zuerst das Problem nicht, wir auch nicht. Er schreibt was auf einen Zettel und zurück geht es zum Zoll im Hafen und gegen 09.30 Uhr verlassen wir endlich den Hafen in Richtung Famagusta. Dort schauen wir uns die Altstadt an, essen „Fish and Chips“, die Insel ist noch sehr britisch, denn erst 1960 entließen die Briten die Zyprioten in die Unabhängigkeit und 1974 erklärte der Norden die Unabhängigkeit und rief die Türkische Republik Nordzypern aus, diese wurde jedoch international von keinem Staat, außer der Türkei, anerkannt.

Unser Gas ist leer und wir haben aus Platz- und Gewichtsgründen keine Ersatzflasche dabei, daher möchten wir die Flasche füllen lassen. Wir fragen einen Händler, der bei seinem Lieferanten anruft und mir sagt, dass ich am Montag die Flasche gefüllt kriege, heute ist aber erst Samstag. Ich sage ihm, dass wir weiter nach Larnaka wollen und dann gibt er mir den Tipp in Larnaka zu Jetgas zu gehen, ab 12 Uhr könnte ich da auch heute die Flasche füllen lassen. Und so suchen wir den Grenzübergang, irgendwie scheint man hier im Norden, den Rest der Insel zu ignorieren, keine Straßenschilder, die auf die Städte im Süden hinweisen, keine Hinweisschilder auf Grenzübergänge.

Wir werden schließlich aber fündig und passieren den türkischen (TRNZ) Zoll, fahren danach zum nächsten Checkpoint und wundern uns, dass dort die Flagge Großbritanniens weht. Am Übergang empfangen uns freundlich 2 Engländer und erklären uns, dass dies die englische Zone ist und sie uns nicht nach Larnaka fahren lassen können, weil sie uns nicht registrieren könnten. Wir verstehen das Ganze nicht, wir sind EU-Bürger mit einem EU-Fahrzeug und möchten in das EU-Land Zypern oder in die britische Zone von Zypern, das auch zur EU gehört einreisen. Letztendlich müssen wir den Grenzübergang in Nicosia nehmen, der letzten geteilten Hauptstadt in Europa, ein Umweg von 100 Km!

In Nicosia ist die Einreise möglich, aber nicht einfach. Wir eilen von Polizei zu Zoll, holen Stempel, zeigen die grüne Versicherungskarte, die Autopapiere, die Ausweise. Endlich sind wir durch, aber am letzten Checkpoint hält uns wieder ein Zöllner in Zivil an und will wieder die Autopapiere sehen. Diesmal muss ich sogar die Motorhaube öffnen, denn er will die Fahrgestellnummer sehen. Leider habe ich keine Ahnung wo sich diese befindet, nach langem Suchen finden wir eine an der B-Säule.

Es kommt dann noch seine Kollegin hinzu, sie versucht uns zu erklären, dass wir ein Dokument benötigen, dass wir mit unserem Fahrzeug hier fahren dürfen. Ich frage sie nur wozu, dies ist doch EU und es gilt die Reisefreiheit. Sie meint aber, dies sei notwendig, weil wir von Norden einreisen und dies nicht zur EU gehört. Am Ende erhalten wir ein Dokument vom Ministry of Finance und dürfen endlich weiterfahren. Wir haben für heute genug und beschließen einen Schlafplatz zu suchen und da wir immer noch kein Gas haben, gehen wir essen.

In den nächsten Tagen besuchen wir Omodos, ein nettes Weindorf in den Bergen, Paphos, Polis und Limassol. Hierbei gefällt uns Pahpos als Urlaubsort am besten oder Girne im Nordteil. Dort gibt es einen kleinen, alten Hafen mit vielen Restaurants und kleinen Läden.

In Paphos übernachten wir zum letzten Mal auf einem Parkplatz nahe der UNESO Weltkulturstätte Nea Paphos und tatsächlich weckt uns am Morgen gegen 07.00 Uhr die Polizei und möchte das Dokument für das Auto, sowie die Ausweise sehen.

Hier haben unsere EU-Politiker noch viel zu tun, Wichtigeres als sich um Größe von Bananen und deren Krümmungswinkel zu kümmern.

Nach 5 Tagen verlassen wir Zypern wieder und die Wahrscheinlichkeit auf ein Wiedersehen ist gering.

Im Fährhafen von Girne treffen wir noch Emma und Andy, ein britisches Paar, das Dokumentarfilme dreht und unter dem Motto „Around the world in 800 days“ die Welt bereist. Sie sind mit einem Toyota Hilux mit Dachzelt auf der ähnlichen Route wie wir unterwegs. Wir tauschen unsere Erfahrungen und unsere Kontaktdaten aus und verbringen eine lange Nacht gemeinsam auf der Fähre.

Am Morgen legen wir wieder in Tasucu an, wir kaufen zuerst etwas zum Frühstück ein und lassen das Auto waschen. Die „Waschanlage“ ist bei Mogaz, einer Gastankstelle für Kraftfahrzeuge und als uns der Chef sagt, dass das Auto fertig sei, frage ich ihn, ob er mir unsere Gasflasche füllen kann. Er ruft seinen Mitarbeiter, der einen schnellen Blick auf die Flasche wirft und kurze Zeit später mit einem Spezialadapter zurückkommt. Dieser passt und in wenigen Sekunden ist die Flasche voll. Wir freuen uns alle drei und stolz sagt der Chef „this is turkish“, ich antworte ihm „Yes, I like it“.

discover Turkey

Für diejenigen, die nicht so gerne lesen, gibt es jetzt mal ein Video.
Wir hoffen, dass es euch gefällt, unsere Mittel (Kamera, Software, etc.) sind etwas begrenzt.

Entlang der lykischen Küste

Geyikbayiri ist Ausgangspunkt des lykischen Wanderwegs, dem ersten türkischen Fernwanderweg, den die Sunday Times zu einem der 10 schönsten Wanderwege der Welt gekürt hat. Auch wir wollen Lykien entdecken, allerdings mit dem Auto und nicht zu Fuß und so fahren wir in Richtung Kemer, einem belieben Ferienort, wo ich bereits 1989 schon einmal für eine Woche in Urlaub war und dann weiter nach Olympos. An diesem sagenumwobenen Ort soll Feuer aus der Erde schlagen, daher wollen wir den Ort am Abend besuchen. Zuvor besichtigen wir Çirali und Adrasan, wo wir uns zum Abendessen Gözleme leisten, hier ist das Stück für 3 türkische Lira erhältlich. Während wir warten werden wir mit einer Tüte voller saftiger und zuckersüßer Orangen beschenkt.

Bei Einbruch der Dunkelheit machen wir uns auf, zu den ewigen Feuern der Chimäre, einem jahrtausendealtem Naturphänomen. Aus dem felsigen Boden eines Berghangs schlagen an mehreren Stellen Flammen heraus, dieser Platz ist seit der Antike bekannt und soll früher sogar als Leuchtfeuer für die Schifffahrt gedient haben. Wir sind alleine hier an diesem mythischen Ort und genießen die Ruhe, wir können uns lebhaft vorstellen, was an diesem Ort in der Antike von statten gegangen ist.

Wir schlafen am Strand von Chimäre und fahren am Morgen weiter nach Myra, dem Ort wo der heilige St. Nikolaus im 4. Jahrhundert byzantinischer Bischoff war. Ab dem 6. Jahrhundert wurde die erste, dem heiligen St. Nikolaus gewidmete Kirche gebaut und damit begann die europaweite Popularität des Nikolauses. Hier besichtigen wir auch die ersten lykischen Felsgräber. Die im 6. Jahrhundert vor Christus in Stein gehauenen Gräber sind Abbilder der Häuser, in denen die Verstorbenen gelebt haben.

Für die Nacht suchen wir einen Platz, der uns Pocket Earth Pro anzeigt, er liegt ca. 10 km von Demre entfernt und führt uns in die Berge. Wir glauben schon umkehren zu müssen, denn die Wege werden immer schlechter, aber unser G braucht auch mal eine Herausforderung und so fahren wir weiter. Wir stellen fest, dass wir uns auf dem lykischen Wanderweg befinden und dieser ist weit davon entfernt z. B. dem Westweg ähnlich zu sein. Irgendwann halten wir in der Pampa an und kochen unser Abendessen, die Nacht ist außergewöhnlich dunkel und ruhig.

Am Morgen fahren wir wieder ins Tal nach Demre und kaufen ein Ekmek, das ist das türkische Standartbrot und fahren zum Strand, um dort zu frühstücken. Wir finden einen Park, wo es schöne Sitzgelegenheiten gibt und bereiten dort unser Frühstück zu. Es ist der Partnerschaftspark der Stadt Demre mit Elzach im Schwarzwald. Wir fühlen uns fast ein wenig zu Hause.

Die lykische Küste ist voller geschichtsträchtiger Orte und so fahren wir nur ein kurzes Stück bis Kekova, wo es eine versunkene Stadt zu besichtigen gibt. Am Strand liegen dutzende steinerner Sarkophage herum und die Einheimischen nutzen die historischen Überreste für ihre Zwecke.

Restauriert hingegen wurde die historische Stadt Patara, wo der Gott Apollo und der heilige St. Nikolaus geboren wurden. Patara war zu Zeiten des lykischen Bundes eine wichtige Hafenstadt und in der Antike Sitz eines Apollo Orakels. Außerdem gibt es hier einen 22 km langen Sandstrand, der als einer der Schönsten weltweit gilt und an dem auch die Karettschildkröten ihre Eier ablegen. Hier wollen wir auch die Nacht verbringen und als wir am Nachmittag ankommen, lockt der große Sandkasten für eine Offroad Runde. Am Anfang geht alles gut, jedoch bleibt unser G am Ende im Sand stecken. Aber das Seil unserer Winde reicht glücklicherweise bis zu den Bäumen auf den Dünen und so können wir uns selbst aus dem Sand befreien. Es kommt Turca vorbei und hilft uns, das Seil zu ziehen und an den Bäumen anzulegen, er versteht zwar weder Englisch noch Deutsch und dennoch wird es noch ein lustiger Abend in der Dorfkneipe von Patara.

Ein weiterer Traumstrand liegt in der Bucht von Ölüdeniz bei Fethiye, diese Bucht wird auch das Tote Meer, bzw. die Blaue Lagune genannt. Hier bleiben wir drei Nächte. Im Dorf ist im Moment tote Hose, aber wir können uns lebhaft vorstellen, wie es hier in der Hochsaison zur Sache geht. In den Apotheken gibt es hauptsächlich Produkte von Durex, Viagra und Aspirin zu kaufen.

In Fethiye finden wir einen Segelmacher, der uns für 200 TL eine perfekte Zeltrückwand herstellt. Diese macht er uns auf Maß, so dass wir unsere Hecktüre des Autos bei geschlossener Zeltrückwand öffnen können. Er beginnt sofort mit der Arbeit und zwei Stunden später können wir sie abholen, in der Zwischenzeit gegen wir ein Kebab essen.

Auf dem weiteren Weg nach Marmaris besuchen wir noch die Felsgräber von Dalyan und Akyaka, dort hält ein Motorradfahrer vom MC Marmaris an und fragt uns, was wir suchen. Als wir ihm sagen, „einen Schlafplatz“, fährt er persönlich auf dem Motorrad vor und zeigt uns einen Platz zum Übernachten.

In Marmaris lasse ich mich zum ersten Mal von einem türkischen Kuaför verwöhnen. Nachdem er mir den Bart geschnitten, mich rasiert, Nase und Ohren gewaxt, Ohren, Brauen und Wimpern abgeflammt, eine Gesichtsmaske aufgelegt, die Haare geschnitten und gewaschen und anschließend noch massiert hat, fühle ich mich um Jahre jünger.

Wir fahren weiter auf die Halbinsel Datca und wollen dort wieder am Strand, in der Nähe von Mesudiye, nahe der historischen Stadt Knidos schlafen. Als wir das Auto parken kommt eine alte Frau und fragt gestikulierend, ob wir hier schlafen wollen. Als wir ihr „Ja“ zu verstehen geben, führt sie uns in ihren Hof und zeigt uns einen Platz, wo wir uns hinstellen sollen. Wir zögern und fragen wieviel sie dafür haben will, sie macht eine abfällige Handbewegung und winkt uns herein. Ich mache sie auf die Bäume und die Höhe unseres Autos aufmerksam, daraufhin verschwindet sie im Haus und kommt mit ihrem Mann zurück. Dieser hat schon die Säge in der Hand und beginnt die Äste abzusägen. Wie es scheint gibt es kein Zurück und so parken wir im Hof von Ali und Neriman. Nach kurzer Zeit sitzen wir in ihrer Küche und trinken Kaffee, am nächsten Morgen lädt sie uns zum türkischen Frühstück ein. Wir bedanken uns ganz herzlich und nach dem Frühstück brechen wir auf, zum Abschied bekommt Annette einen Kuss auf die Stirn. Ali ist 80 und Neriman 77 Jahre alt und obwohl sie außer türkisch kein Wort verstehen, haben sie uns in ihr Haus eingeladen und wir haben eine schöne Zeit gemeinsam verbracht. Im Sommer betreiben sie eine kleine Pansiyon.

Die lykische Küste endete bereits bei Dalyan, die historische Stadt Kaunos war die letzte Stadt Lykiens und wir fahren nun am Ägäischen Meer wieder nordwärts über Ephesus, wo wir u. a. den Tempel der Artemis (eines der 7 Weltwunder der Antike), Celsus Bibliothek und die Marienkirche besichtigen, in Richtung Izmir. Am Mittwoch geht von dort unser Flug nach Zürich. Wir haben eine Einladung zur goldenen Hochzeit von meinen Eltern erhalten, die am 12.02.2012 in Schopfheim stattfindet.

 

Begegnungen in Geyikbayiri

Bereits in Meteora, dem Ort in Griechenland mit den bizarren Felsformationen, fiel uns ein Plakat auf, mit dem Titel Petzl Rocktour 2014, dort war neben Meteora, u. a. auch Antalya als Station vermerkt. Und zufällig fahren wir im Randbezirk von Antalya herum und finden einen Campingplatz namens Climbers Garden, da dieser jedoch mehr für Zelte ausgelegt ist, fahren wir weiter zu JoSiTo, einem Camp für Kletterer inmitten des Klettergebietes „Geyikbayiri“. Hier treffen sich im Winter Kletterer aus der ganzen Welt, dass wir keine Kletterer sind, stört aber niemanden. Wir bleiben hier für ein paar Tage, das Ambiente gefällt uns und so beschließen wir länger zu bleiben und das Carnet de Passage, das wir als Zolldokument für unser Fahrzeug ab dem Iran benötigen, hierher schicken zu lassen. In der Zwischenzeit vertreiben wir uns die Zeit mit Skifahren im 40 km entfernten Saklikent, mit Wanderungen rund um das Camp, mit Erforschung einer Höhle, mit Joggen, Off Road fahren oder mit Klettern.

Wir haben uns entschlossen einen Kletterkurs zu machen und Tafa, ein türkischer Guide erklärt sich dazu bereit, uns die Basics zu zeigen. Für diese Aufgabe ist er zwar gnadenlos überqualifiziert, er hat 2007 den Mount Everest bezwungen, aber er tut es trotzdem, wieder spüren wir die türkische Gastfreundschaft.

Abends trifft man sich in der Bar und wir lernen sehr viele interessante Menschen kennen, z. B. Otmar aus Freiburg. Er ist passionierter Kletterer und seit über 12 Jahren geht er diesem Sport nach und verbringt die Winter in der warmen Türkei oder auf Griechenland, dieses Jahr bleibt er für drei Monate in Geyikbayiri. In den Alpen hat er alle wichtigen Gipfel von Aletschhorn bis Zmuttgrat bestiegen. Auch läuft er Marathon und seine Bestzeit erzielte er beim Berlin Marathon, wo er nach 2 Std. 33 Minuten das Ziel erreichte. Voller Hochachtung frage ich ihn wie er das macht. Er war Beamter, hat aber vor mehr als 20 Jahren gekündigt und ist aus dem Staatsdienst ausgetreten, er gibt immer 100% und auf dem Amt, da geht das nicht, so seine Aussage und seitdem hat er seine Hobbies zu seinem Tagwerk gemacht.

Oben hat es geschneit, die Gipfel um uns herum sind weiß und so entscheiden wir uns für einen Skiausflug nach Saklikent, das ist von uns aus ca. 40 km entfernt und liegt auf 1.850 m. Der Sessellift geht bis 2.450 m und an unserem Skitag herrscht Kaiserwetter. Die Pisten sind bestens präpariert und es hat keine Leute, wir müssen den ganzen Tag kein einziges Mal warten, sondern können immer direkt in den Sessellift einsteigen. Die Ausrüstung haben wir für 70 türkische Lira geliehen, das Einzige, was uns an diesem Tag kurz irritiert ist, dass der Muezzin gegen 15 Uhr zum Gebet ruft.

Wir treffen auch zwei junge Familien, die mit Kind und Hund in Campern unterwegs sind. Patrick und Becca haben ein Jahr Elternzeit genommen und reisen durch Europa, um zu klettern, die 16 Monate alte Tochter und der Hund sind stets dabei. Raffael und Allison sind bereits das dritte Jahr unterwegs, ebenfalls mit Kind und Hund und mit ihrem weiteren Hobby Häkeln bestreiten sie mittlerweile ihren Lebensunterhalt. Sie fahren von Kletterevent zu High-Line Veranstaltungen und verkaufen ihre Mützen. „ƎWoolution“ ist mittlerweile eine angesagte Marke in Kletter- und Highlinekreisen und das Motto lautet: „handmade on the road“

Und wir treffen Nasim, eine 32-jährige Kletterin aus dem Iran, sie verdient ihr Geld als Instructor, Guide und Model. Sie gibt uns einen Abend lang Tipps, was wir im Iran besuchen sollen und welche Gegenden wir getrost außer Acht lassen können, außerdem macht sie uns eine Liste mit dem, was wir unbedingt essen sollen. Für Annette hat sie Hinweise, wie sie sich im Iran korrekt kleidet, ohne dass sie sich noch extra Kleidung oder Accessoires zulegen muss. Ende März ist auch sie wieder im Iran und wir werden uns sicherlich wieder treffen.

Hier sind so viele junge Menschen unterwegs, die hier klettern und arbeiten. Das Motto ist, ein Tag Arbeit, ein Tag Klettern. So verdienen sie sich in den Camps Kost und Logis.

Kost und Logis suchen auch viele Hunde und an einem Tag, als wir eine Wanderung rund um das Camp machen begleitet uns ein großer, brauner Hund auf der ganzen Runde, in der Hoffnung etwas zu fressen zu bekommen. Einmal steigt er auf einen Felsen im Wald um etwas abzuschnüffeln und hier hatten wir den Eindruck ihm scheint die Sonne durch die Rippen.

An einem anderen Tag landen wir nach einer Trekkingrunde im Peak Guesthouse, einem Camp, wo man auch Bungalows mieten kann. Auf der einladenden Terrasse machen wir Mittagspause und genehmigen uns ein Bier. Die Aussicht und die Ruhe sind herrlich, wir fragen ob wir zum Abendessen kommen können, denn es gibt am Abend ein türkisches Buffet.

Eine andere Spezialität hier ist der sonntägliche Markt. An einem Platz, wo unzählige Hütten und Zelte auf Stelzen sind, findet am Sonntag entlang der Straße ein Markt statt. Verkauft werden Trockenfrüchte, Nüsse, Obst, Gemüse, sowie Kleidung und allerlei Gebrauchsgegenstände. Die Leute kommen aus der Stadt, kaufen ein und danach geht es in eine der Hütten zum Essen. Auch wir quartieren uns ein und genießen Bazlama, Gözleme und Kavhalti, dazu gibt es natürlich türkischen Tee.

Dann fahren wir noch einmal hinunter nach Antalya, seit Saklikent zeigt das Display einen Fehler an.

„Verteilergetriebe LOW – Werkstatt aufsuchen“.

Die Werkstattsuche gestaltet sich schwierig, wir wollen eine offizielle MB-Vertretung und keine Hinterhof Werkstatt, also gehen wir mal zuerst in das BAUHAUS, den deutschen Baumarkt, den wir zufällig an der Straße entdecken. Wir suchen noch ein Mittel zu Vorbeugung von Schimmel im Zelt. Als wir wieder auf dem Parkplatz sind, spricht uns Ali an, ihm gefällt unser Auto und wir sprechen über allerhand und er erklärt uns den Weg zu Mercedes. Er fährt BMW Motorrad und ist der Manager von Robinson Club Türkei. Er lädt uns ein, zum Urlaub nach der Reise – wenn das kein Angebot ist!

Bei Mercedes MerSer in Antalya erleben wir eine Überraschung. Der Fehler tritt nur auf, wenn ich die Untersetzung „LOW“ einschalte, so auch vor der Werkstatt. „OK, wir müssen den Fehler mit dem Computer auslesen“ lautet das erste Statement des Servicemeisters. Das dauere ca. 30 Minuten und wir sollen Platz nehmen. Es gibt Tee oder Kaffee mit Gebäck und nach einer guten halben Stunde kommt er wieder. Er zeigt uns Fotos von einer Kabelverbindung und einem Stecker, die defekt sind, möglicherweise Marderbiss, o. ä. Er hat leider keinen Stecker da, Ersatzteile aus Deutschland liefern lassen dauert 15 Tage, aber er kann den Stecker reparieren, wir sollen nochmal 30 Minuten warten und danach entlässt er uns mit einem Händedruck und den Worten „Gute Fahrt“. Geld will er keines und das am Freitag um 17.30 Uhr, wir sind sehr erstaunt und bedanken uns.

Mittlerweile ist auch das Carnet de Passage eingetroffen und wir können unsere Reise fortsetzen, der Plan ist an der Küste Richtung Westen und dann nach Norden, erstmal bis Ephesos und dann wollen wir ins Landesinnere nach Pamukkale und Kappadokien.

Seit letztem Donnerstag sind wir wieder on the road!

Adieu Europa – good bye – auf Wiedersehen

Einen Tag nach Neujahr verlassen wir Istanbul und damit auch den europäischen Kontinent. Auch hier ist der Winter spürbar, die letzten Tage in Istanbul waren ungemütlich und bei der Fährüberfahrt nach Yalova sehen wir schneebedeckte Berggipfel. Aufgrund der Temperaturen haben wir beschlossen erst einmal nach Antalya zu fahren. Wir fahren mehr als 9 Stunden und unterwegs liegt der Schnee teilweise über 40 cm hoch, fast immer sind wir über 1000 m Meereshöhe. In Antalya übernachten wir in einem kleinen Fischerhafen vor der Kneipe Tayfun Balikcilik, dort trinken wir noch ein Bier und es spielt Live-Musik, später essen wir noch gegrillten Tintenfisch und Kartoffeln, dann fallen wir erschöpft in unser Bett im Auto.

Wir fahren weiter nach Manavgat bei Side und halten dort an, weil wir vorerst nicht noch weiter nach Osten wollen, im Westen haben wir so viel ausgelassen, was wir noch nachholen wollen. In der App „Pocket Earth Pro“, einem Tipp vom Australier Nick sehen wir einen Platz an der Manavgatmündung in das Mittelmeer, dorthin fahren wir. Es ist ein Platz der Stadt mit Motel, Campsite und daneben ein bewachter Grillplatz, der an diesem Sonntag total belegt ist. Die Türken sind alles passionierte Hobbygriller und ein Faltgrill immer im Auto. Pro Nacht zahlen wir 15 türkische Lira etwa 5 Euro, WLAN, Waschmaschine alles inclusive.

Von hier aus besichtigen wir Side mit einem alten Theater und Apollotempel, hier war ich schon einmal 1989 mit meinem Freund Andreas, aber ich erkenne nichts wieder, überall wird gebaut, renoviert, vergrößert. Der Nachteil daran ist, dass teilweise der Zugang zu den Stränden nicht mehr möglich ist, bei Belek versuchen wir vergeblich an den Strand zu kommen, nur Hotels und Golfplätze.

Ein Tipp sind auch die Wasserfälle von Manavgat, die uns jedoch nicht sonderlich beeindrucken und der Stausee von Oymapinar, Aspendos, sowie die historische Stadt Selge.

Wir fahren zuerst nach Oymapinar, wir kommen am Damm an, hier kostet es Eintritt, was uns ziemlich verwundert. Auf unserer Touristmap ist eine Piste rund um den See eingezeichnet, die wir natürlich auch befahren möchten, die Straße wird immer enger und wir stehen vor einem kleinen Tunnel, kein Problem und wir fahren ohne vorherige Besichtigung hinein. Es ist asphaltiert, aber nur einspurig, keine Beleuchtung und ziemlich lang und saueng. Am Ende des Tunnels kommt noch eine 90° Kurve und dann sind wir durch, aber leider hört die Straße auf und wir stehen an einem Abhang zum Stausee. Ok – keine Wendemöglichkeit, also das ganze rückwärts zurück. Es dauert 17 Minuten und die Plane hat einen 5 cm langen Riss bis wir den Tunnel verlassen, in der 90° Kurve sind wir auf der Seite mit der Dachabdeckung hängen geblieben.

Als nächstes steht Selge auf dem Plan, eine historische Stadt mit Theater, Stadion, Zisterne, Gymnasium und Nekropolis. Auf dem Weg dahin liegt noch der Kanyon Köprülü und vom Theater aus soll man bei Sonnenaufgang eine grandiose Sicht darauf haben. Daher fahren wir am Abend nach Selge und wollen vor dem Theater übernachten. Den Kanyon passieren wir als es schon dunkel ist und die Straße windet sich immer mehr in die Höhe. Es schneit als wir auf fast 1000 m angelangt sind und es ist sehr dunkel. Schilder sind leider Fehlanzeige. Wir fahren langsam durch das verschlafene Dorf und treffen am Straßenrand Serkan. Zuerst denken wir er ist ein Busfahrer, aber er wohnt hier und fragt uns was wir suchen. Er spricht gutes Deutsch und er lädt uns ein bei seinem Onkel vor dem Haus zu übernachten, dort essen wir auch lecker zu Abend. Es gibt Forelle, warmen Käse, allerlei Vegetarisches und natürlich Tee. Wir sitzen bei der Familie im Wohnzimmer auf dem Boden und essen. Es kommen noch Nachbarn vorbei und so sitzt eine bunte Truppe um den glühenden Ofen herum und schlürft heißen Tee, man versteht sich manchmal auch nur mit einem Lächeln.

Vor Sonnenaufgang stehen wir auf dem Theater und genießen die Stille und die Landschaft, es ist sternenklar und kalt, dann geht die Sonne auf, ein grandioser Augenblick. Wir drehen noch eine Runde um das Theater, hier wurden noch nie Ausgrabungen oder Renovierungen durchgeführt, dafür ist es noch in einem erstaunlich guten Zustand, die Stadt muss früher sehr groß gewesen sein, die diversen Ruinen liegen weit verstreut auseinander und Serkan meint, dass man einen Tag braucht, um alles anzuschauen.

Wir frühstücken noch bei seinem Onkel und verlassen dann Altinkaya, wie Selge heute heißt, das bedeutet so viel wie goldener Stein oder Fels. Weiter talabwärts am Kanyon Köprülü und am Pilgerweg St. Paul vorbei erreichen wir wieder Antalya. Jetzt haben wir auch die erwarteten Temperaturen hier, fast 20 °C.

Achtung: Neue Präsentation der Bilder. Bitte klickt ein Bild an, dann seht ihr eine Diashow. Bitte schreibt uns, was euch besser gefällt. Vielen Dank.

Istanbul – Megacity mit großer Tradition

Wieder einmal in einem Bett schlafen, darauf freut sich Annette am meisten nach 88 Tagen im „Beast“. Wir sind in Istanbul angekommen, eine der ältesten menschlichen Siedlungen auf dieser Erde. Die ersten drei Nächte verbringen wir noch auf einem Stellplatz der Stadt, gegenüber der Fähre, nahe der Altstadt. Wir sind die Einzigen hier und der Chef ist ein Fan von Annette, wir kriegen laufend einen Cay und er erkundigt sich nach unseren Wünschen. WLAN, Dusche, Toilette, Strom alles bestens, von hier aus können wir zu Fuß die Altstadt erkunden. Wir freuen uns auch auf die Ankunft von unserem Sohn am 21.12.14, an diesem Tag ziehen wir in ein Hotel am Goldenen Horn und holen Fabian am Flughafen ab, dazu müssen wir allerdings auf die asiatische Seite der Stadt fahren, die Brücke ist mautpflichtig und am Postschalter auf der Brücke, wo ich die Maut löse, hilft mir ein deutschsprachiger Türke, wir kommen ins Gespräch und er erzählt mir, dass er in zwei Tagen selbst nach Deutschland fliegt, nach Lindau.

Auf der Rückfahrt vom Flughafen verirren wir uns leicht und wir brauchen für die 45 km fast zwei Stunden, aber wir kommen doch noch im Hotel an und Annette darf nach fast drei Monaten wieder in einem Bett schlafen. Tags drauf suchen wir einen Mercedes-Benz Service, der Service Umfang B ist fällig und ich möchte diesen gerne in Istanbul durchführen lassen. Die Rezeption ist behilflich, meint aber dass dort beim MB Service Mengerler wohl niemand deutsch oder englisch kann, also fahren wir persönlich hin. An der Rezeption werden wir freundlich empfangen und es wird Herr Yener geholt, er kann deutsch und wir fragen ihn wo er herkommt. Vom Autohaus Südstern, Mercedes Benz in Singen am Bodensee, wie klein ist doch die Welt. Er hat alle Ersatzteile da und ich kann das Fahrzeug am nächsten Tag bringen. Bei der Abholung an Heiligabend empfängt uns Belgin, eine freundliche Dame aus der Reklamationsabteilung, sie ist im Kanton Uri geboren und wir können schwitzerdütsch mit ihr sprechen.

Die kommenden Tage machen wir Sightseeing, zuerst eine Stadtrundfahrt im BigBus, das Ticket gilt 48 Stunden und man kann an den Haltestellen ein- und aussteigen. Jede Std. kommt ein Bus. In der Stadt empfiehlt es sich auch den ÖPNV zu nutzen, das Angebot ist gut Tram, U-Bahn oder Boot. In Istanbul wurde nach New York und London als dritte Stadt weltweit eine U-Bahn in Betrieb genommen. Allerdings haben sie den Betrieb in den 60er Jahren eingestellt. Als der Autoverkehr in der Stadt jedoch unerträglich wurde, nahm man diese wieder in Betrieb. Es wimmelt überall von Leuten und Autos, an einem Tag stecken wir im Stau, obwohl zu Fuß unterwegs geht in einer Straße gar nichts mehr. Für ca. 150 m brauchen wir eine halbe Stunde, es droht Unheil, es herrscht eine Mischung von Aggression und Panik. Wir verlassen schnell die Gegend um den ägyptischen Basar an diesem Tag und suchen einen ruhigeren Platz.

Wir besuchen die Basilika Zisterne, ein antiker Wasserspeicher, der ca. 100.000 m³ Wasser fassen kann. Hier wurden 336 Säulen aus anderen alten Gebäuden verbaut, die man zur damaligen Zeit nicht mehr brauchte, so neu ist der Recyclinggedanke also doch nicht. Die Hagia Sophia ist sehr beeindruckend, sie war 916 Jahre Kirche und nach der Eroberung durch die Osmanen 481 Jahr Moschee, und doch sind noch heute Mosaiken mit Maria, Jesus und Engeln zu sehen. Die blaue Moschee, das Hippodrom, der Sultanahmet Palast, der Topkapipalast, der Galataturm und natürlich der große Basar sind Dinge, die man nicht auslassen sollte. Es gibt noch so viel mehr zu sehen, doch dafür reichen auch unsere zwei Wochen nicht aus. Wir machen eine Bootstour auf dem Bosporus, diese Meerenge ist die einzige Verbindung vom Mittelmeer zum Schwarzen Meer. Entlang des Ufers sind unzählige historische Gebäude und Moscheen, die es zu entdecken gilt.

Natürlich gehört auch ein Besuch in einem türkischen Bad zum Pflichtprogramm. Wir besuchen das Galatasaray Hamam, dieser besteht seit 1481. Der Eingang für die Frauen ist hinter dem Haus und das Bad streng nach Geschlechtern getrennt. Die Prozedur dauert ca. 1 Stunde und tut sehr gut. Wir werden massiert, geschrubbt, wir entspannen und bekommen Cay. Das könnte man jeden Tag genießen.

Das Essen verändert sich bereits seit Griechenland, es schmeckt uns sehr gut und auch Annette hat eine große vegetarische Auswahl. Besonders die Süßspeisen und die „turkish delights“ sind sehr verführerisch. Diese werden in unzähligen Bäckereien und auf den Basaren angeboten. Die Basare besuchen wir gerne, auch an das handeln gewöhnt man sich schnell, man muss nicht gleich kaufen, die Auswahl ist riesig und die Preise sind so unterschiedlich wie die Stadt groß ist.

Für Heiligabend haben wir im Restaurant im Galataturm einen Tisch reserviert. Wir speisen gut mit herrlicher Aussicht auf Istanbul, auch ist die Aussichtsplattform noch geöffnet und wir können einige Fotos machen. Am nächsten Morgen besuchen wir den Weihnachtsgottesdienst der Deutschsprachigen in Istanbul in der österreichischen Gemeinde St. Georg. Im Anschluss daran werden wir noch zu „Zuckerbrödli“ und Kaffee oder Tee eingeladen, was wir gerne annehmen. Den Jahreswechsel verbringen Annette und ich wieder alleine im Hotel. Wir haben uns zum Galadinner angemeldet und feiern den Jahreswechsel in einer bunt gemischten Gesellschaft.

Das Studium des Wetterberichts bringt uns zum Entschluss erstmal Richtung Antalya zu fahren.

Nach so viel Luxus hat Annette wieder Verspannungen im Rücken und freut sich auf die Matratze im Dachzelt auf unserem Auto. Ab morgen sind wir wieder on the road.

 Blick aus dem Hotelzimmer

Blick aus dem Hotelzimmer

die verbrannte Säule

die verbrannte Säule

Treppen führen auf die Hügel

Treppen führen auf die Hügel

Verbindung zwischen den Kontinenten

Verbindung zwischen den Kontinenten

die blaue Moschee

die blaue Moschee

Istanbul by night

Istanbul by night

altes Tram beim Taksim Platz

altes Tram beim Taksim Platz

der deutsche Brunnen - Gastgeschenk des deutschen Kaisers

der deutsche Brunnen – Gastgeschenk des deutschen Kaisers

der Galataturm - einer der ältesten Türme der Stadt

der Galataturm – einer der ältesten Türme der Stadt

Galataturm

Galataturm

Angeln - Volkssport

Angeln – Volkssport

vom Galataturm

vom Galataturm

vom Galataturm

vom Galataturm

versunkener Palast - Basilika Zisterne

versunkener Palast – Basilika Zisterne

Basilika Zisterne - Kopf der Medusa

Basilika Zisterne – Kopf der Medusa

ägyptische Säule - Obelisk im Hippodrom

ägyptische Säule – Obelisk im Hippodrom

MSC Sinfonia - beliebter Kreuzfahrthafen

MSC Sinfonia – beliebter Kreuzfahrthafen

Döner - soweit das Auge reicht, bis zu 200 kg schwer

Döner – soweit das Auge reicht, bis zu 200 kg schwer

Grand Bazaar

Grand Bazaar

Grand Bazaar

Grand Bazaar

Kaffeekränzchen in der St. Georg Gemeinde

Kaffeekränzchen in der St. Georg Gemeinde

türkischer Kaffee

türkischer Kaffee

türkischer Kaffee

türkischer Kaffee

Cay und Gebäck

Cay und Gebäck

Silvesterabend

Silvesterabend

Bosporus und das goldene Horn

Bosporus und das goldene Horn