Autor: Annette und Stefan

Wider der Vernunft

Auf dem Weg zur Taverne, die wir wegen des WLAN aufsuchen wollen springt uns von rechts ein Tier in den Weg. Es ist eine kleine rote Katze, ziemlich zottelig und verwahrlost, aber das sind die meisten hier. Wir bleiben kurz stehen und schauen, es sieht aus, als ob sie nur ein Auge hätte, ich dränge Annette „Komm weiter“. Sie:“Schau mal wie klein, die noch ist.“ Wir gehen weiter, die Katze folgt uns und mauzt uns die ganze Zeit an. Wir bleiben wieder stehen und schon hangelt sie sich an Annettes Hosenbein hoch, als ob das der letzte Strohhalm wäre. Was sollen wir tun? Sie miaut uns erbärmlich an. Wir beschließen einen 2-Stufen-Plan, wir nehmen Sie mit, geben ihr was zu fressen und machen sie sauber und wenn sie morgen noch da ist gehen wir zum Tierarzt. Mit zwei Fingern fassen wir ihn (es ist ein kleiner Kater) im Genick an und gehen die ca. 500 m zu unserem Auto zurück. Dort waschen wir ihn und es kommt sein zweites Auge zum Vorschein, wir haben noch etwas Dosenwurst vom Hug-Metzger, davon kriegt er die Hälfte. Er frisst wie ein Scheunendrescher, dann geben wir ihm noch etwas Milch und gehen zum 2. Mal Richtung Taverne. Als wir zurückkommen ist er noch da, auch am nächsten Morgen ist er noch da. Als er uns im Zelt hört macht er draußen auf sich aufmerksam. Das Auge ist wieder zugeklebt, wir fahren also nach Corfu Stadt zum Tierarzt, dort haben wir schon mal Vet & Pet gesehen. Wir packen unsere 7 Sachen und los geht´s.

Die alte Dame erklärt uns auf griechisch-englisch, dass der Tierarzt um 3 Uhr wieder da ist, wir sollen bis dahin unser Business erledigen und die Katze da lassen. Zu Zweit fahren wir in die Stadt und sehen uns die Seifenmanufaktur Patounis, incl. Führung durch die Produktion durch den Chef an. Die einzige Seifenfabrik, die es auf Corfu noch gibt, die aus Olivenöl Seife herstellt und das in der Originalfabrik von 1850, die Firma ist als Industriedenkmal gelistet die alten Bottiche sind beeindruckend. Wir kaufen zwei Stück Seife und schlendern bis 15 Uhr durch die Old Town.
Der Tierarzt versorgt die Katze, sie ist ca. 8 Wochen alt und wiegt 400 gr., wir kriegen viererlei Medikamente, incl. Wurmkur und sind 68 Euro los, beim Weggehen sagt die alte Dame zu uns, bevor wir die Katze wieder aussetzen sollen wir sie ihr bringen, sie wird schon jemanden finden, der sie nimmt, sie ist soo sweeeet.
Das merken wir auch, der kleine Bursche wird langsam wieder putzmunter und hat unsere Herzen erobert. Wir kaufen noch eine Box für die Nacht und etwas Futter. Er frisst einfach alles, sogar die Pillen schlingt er herunter wie Dosenwurst. Ein Papiertuch, mit dem wir Zaziki weggewischt haben können wir ihm gerade noch entreißen. Zwei Tage unterhält er uns, spielt, jagt, frisst und schmust mit uns. Wenn nur das „Sauberkeitsproblem“ nicht wäre, morgens ist alles versch….
Aber er lässt sich problemlos mit Wasser abduschen, danach kriegt er noch das Spray gegen die Flöhe, Läuse, etc. Doch nun müssen wir eine Entscheidung treffen und die heißt zurück zur alten Dame, es ist besser für ihn und uns.
Wir brechen unsere Zelte in Corfu ab und wollen morgen zurück aufs Festland, als erstes geben wir Erwin, so haben wir ihn getauft (Erwin, der Wüstenfuchs) ab. Je eher, desto besser, wir bekommen jetzt schon Tränen. Als wir dort ankommen ist nur der Tierarzt da, morgen früh um 09.00 Uhr sollen wir wieder kommen. Es soll wohl nicht sein, dass wir ihn loswerden, also lautet der neue Entschluss: Erwin kommt mit!

So kaufen wir noch in einem Supermarkt eine Riesenrolle Papiertücher zum Saubermachen. Auf dem Parkplatz verstauen wir alles und lassen ihn nochmal laufen, vielleicht muss er ja gerade. Er steht auf der Begrenzungsmauer und als ein anderes Fahrzeug hupt, fällt er vor Schreck hinten über. Weg ist er. Zuerst kommt ein Zaun und dann Dornen. Annette versucht mit beiden Händen den Zaun hoch zu heben, damit ich drunter durch schauen kann. Wir hören ihn, aber sehen können wir ihn nicht. Der Zaun ist ziemlich neu und lässt sich kaum hochziehen. Aber wir sind ja perfekt ausgerüstet, ich hole den Seitenschneider aus der Werkzeugrolle und in einer Minute ist ein Loch im Zaun und wir sehen Erwin ca. 1 m tief in einem zugwucherten Betongraben. Ich kann ihn nicht fassen, aber als Erwin mich sieht, kraxelt er die Wand ein wenig hoch und ich packe ihn im Genick. Rettung Nr. 2 ist auch geglückt.

Erwin, der Wüstenfuchs

Erwin, der Wüstenfuchs

hier bin ich

spiel mit mir

spiel mit mir

Rettungsloch

Rettungsloch

auf nach Albanien

Von Dubrovnik aus fahren wir wieder Richtung Montenegro. Wir verlassen nun Kroatien zum letzten Mal auf unserer Reise in Richtung Herceg Novi in Montenegro. Es erwartet uns der einzige Fijord im Mittelmeer, die Bucht von Kotor. Auch Kotor selbst ist sehenswert, UNESCO Weltkulturerbe und eine beeindruckende Festung. Am ersten Tag in Kotor regnet es wie aus Kübeln und es stürmt. Nachdem wir total durchnässt sind, verschieben wir die Besichtigung auf den nächsten Tag. Dieser ist wieder schön und herrlich warm, wir wandern entlang der Befestigungsmauer auf den höchsten Punkt der Anlage. Hier haben wir eine gigantische Aussicht auf die Stadt Kotor, die Bucht und die Befestigung. In der Bucht liegt schon wieder ein anderes Kreuzfahrtschiff als gestern.

Von Kotor aus geht es über den Lovcen Nationalpark langsam aber sicher in Richtung albanische Grenze. „Hier wird euch das Auto gestohlen“ und andere Reisehinweise, haben wir über dieses Land erhalten, aber auch wir sind noch voller Vorurteile. Die Einreise ist völlig easy, d. h. wir merken es gar nicht. Der Zoll von Montenegro macht die Ausreise, wir fahren weiter, halten immer noch die Dokumente in der Hand und warten, dass der albanische Zoll kommt, aber es kommt nichts. Sind wir schon drin?
Ja, das merken wir als uns die ersten Eselskarren entgegenkommen und auch die erste größere Stadt Skodher ist nicht gerade ein Schmuckstück, also ersparen wir uns die Besichtigung, wir müssen uns erst noch an Albanien gewöhnen. Albanien, das Heimatland von Mutter Theresa, wir sehen zwei Schwestern aus ihrem Orden mit den typischen blau-weißen Kopfbedeckungen und in einigen Kreisverkehren sieht man Statuen von ihr stehen, auch im Souvenirhandel ist sie des Öfteren zu finden. Wir fahren weiter nach Koman, unser Plan ist über den Komansee mit der Fähre in das Herz der albanischen Alpen vorzustoßen, aber als wir am Stausee in Koman ankommen erklärt uns der Besitzer der Hafenkneipe, dass die letzte Autofähre vor einer Stunde abgefahren ist, „und morgen“, fragen wir. Nein, morgen geht auch Keine mehr, das war die Letzte für dieses Jahr. Pech, wir trinken noch einen türkischen Kaffee und fahren wieder ca. 30 km zurück und dann über die Berge nach Kukes. Plötzlich wird es kalt, nur noch 4 °C zeigt das Thermometer, außerdem ist es stockdunkel, wir beschließen im Hotel Amerika zu übernachten, VIP Suite für 40 Euro incl. Breakfast. Am Abend sitzen fast ausschließlich Männer in der Hotelbar, alle in schwarzen Jacken, nippen an ihrem Kaffee und schauen Real gegen Barcelona.

Am Morgen machen wir noch ein paar Fotos vom Dach des Hotels und machen uns dann auf den Weg zurück an die Küste nach Durres, der zweitgrößten Stadt in Albanien. Auch nicht schön hier, aber wieder warm. Zuvor haben wir uns noch Kruje angeschaut, eine alte Stadt mit Basar und Befestigung, hier ist auch die Gedenkstätte des Nationalhelden. Langsam stellen wir fest, dass die Albaner gar nicht unfreundlich sind, sie sehen nur so aus.

Über Fier, wo wir noch die Ausgrabungsstätte Appollonia besichtigen fahren wir weiter entlang der albanischen Riviera in Richtung Griechenland. Seit Sarajevo begleiten uns herrenlose Hunde, die am Straßenrand nach etwas Essbarem suchen und des nachts müssen wir uns an Hundegebell statt an Hahnengeschrei gewöhnen. An den Müllcontainern, die an den Straßen stehen scheint die Nahrungskette Mensch, Hund, Katze, Vogel zu sein. Die Hunde und Heerscharen von Katzen finden wir auch in Griechenland auf Korfu, wo wir im Moment sind. Wir geniessen noch das tolle Wetter, Sonne, 24 °C und die menschenleeren Strände.

Kotor bei Regen

Kotor bei Regen

Altstadt von Kotor

Altstadt von Kotor

Bucht von Kotor

Bucht von Kotor

Sveti Stefan

Sveti Stefan

Strand in Montenegro

Strand in Montenegro

albanische Strassen

albanische Strassen

Albanien

Albanien

Natursteinproduktion am Komansee (AL)

Natursteinproduktion am Komansee (AL)

Kukes (vom Dach des Hotels Amerika)

Kukes (vom Dach des Hotels Amerika)

Appollonia

Appollonia

Appollonia

Appollonia (die Gebeine sind in der Bildmitte, hinten)

Sheps (1 von 1)

bei Appollonia

an der Strasse in Alabanien

an der Strasse in Alabanien

in Alabanien

in Alabanien

Strasse in Alabanien

Strasse in Alabanien

bei Durres am Strand

bei Durres am Strand

Fähre bei Butrint

Fähre bei Butrint

die Pyramiden von Albanien?

die Pyramiden von Albanien?

mythische Orte in Ex Yu

Wir haben die Inseln um Split und die Makarska Riviera hinter uns gelassen. Über Ploce sind wir zum Neretwadelta gefahren, lt. kroatischem Tourismus ein Naturdenkmal, leider liegt überall Dreck und Müll. Von Weitem könnte man meinen, man ist in Südostasien, nur statt Reis werden hier Mandarinen angebaut. Angler und Kitesurfer haben hier Zelte und alte Wohnwagen stehen, wir machen ein paar Fotos, kaufen noch Mandarinen und Lavendelhonig und fahren Richtung Bosnien Herzegowina, an der Grenze müssen wir zum ersten Mal etwas mehr zeigen. Grüne Versicherungskarte und Fahrzeugpapiere möchte die Dame bei der Einreise nach BiH gerne sehen. Unser Navi zeigt plötzlich einen ziemlich leeren Bildschirm an, lediglich eine Strasse ist noch drauf und auch bei der Ortseingabe ist die Auswahlmöglichkeit sehr begrenzt. Wir suchen Medugorie, verfügbar unter M ist aber nur Mostar, also orientieren wir uns nach unserem Europaatlas. Wir fahren durch Einöde bergan und auf einmal kommt dieser geschäftige Wallfahrtsort, wo 1981 6 Jugendliche Marienerscheinungen hatten. Die Geschichte ist beeindruckend, wir besuchen am Donnerstagabend die Kirche, diese ist brechend voll, wie auch der Vorplatz, wo parallel der Open-Air Gottesdienst stattfindet. Rechts und links der Kirche Beichtstühle ohne Ende, jeweils angeschrieben welche Sprache der Geistliche spricht. Wir kaufen einige Souvenirs und ein Booklet über die Ereignisse seit 1981, beim Lesen bekommt man leichte Gänsehaut.

Am nächsten Morgen geht es zunächst nach Mostar, allmählich wird es muslimisch, in vielen Orten stehen Moscheen und in Mostar ist eine ganze Stadthälfte muslimisch orientalisch. Sehr schön und sehr beeindruckend, auch wieviele Häuser noch vom Krieg zerstört, beschädigt oder leer stehend sind. Die Altstadt und die alte Brücke über die Neretwa (Stari Most) sind wieder aufgebaut und viele Touristen, auch aus Asien sind in der Stadt unterwegs. Es ist ein wunderbares Multi-Kulti.
Wer kennt noch das Maskottchen der olympischen Spiele 1984 in Sarajevo? Der Wolf klingt eigentlich wie ein Muezzin, oder? Es werden noch heute Souvenirs mit Vučko angeboten.

Sarajevo, die Stadt der Städte auf dem Balkan ist unsere nächste Station. So steht es zumindest in unseren Unterlagen. Wir schlafen in der Nähe des Flughafens und bleiben 2 Nächte, die sehr laut sind. Die Straße hört man die ganze Nacht, in regelmäßigen Abständen fährt ein Güterzug vorbei und die Flugzeuge fliegen auch die ganze Nacht hindurch. Beim Bummeln durch die Stadt entdecken wir das Büro der „Bosnischen Pyramiden“. Wir lesen, dass wir alles, was wir bisher gehört und gelernt haben falsch ist. Hier in Bosnien, nur ca. 30 km entfernt stehen die ältesten und höchsten Pyramiden der Welt. Visoko ist Gizeh, also fahren wir am nächsten Tag dahin. Leider ist es nebelig und wir sehen nicht die Berg-, bzw. Pyramidenspitzen, außerdem ist es kalt und wir sind zu faul, um auf den Berg zu laufen. Wir fahren von der Sonnenpyramide zur Mondpyramide, dort hält uns ein Einheimischer auf, er erklärt uns alles, leider nur auf yugoslawisch. Wir verstehen nur, dass die „Tunelis“ ca. 1 km entfernt liegen sollen. Er ist früher auch Mercedes gefahren – Camion – nach Aachen, Leer, Stuttgart. Liebevoll streichelt er zweimal unser Lenkrad.

Wir fahren weiter, zurück nach Sarajevo und weiter Richtung Montenegro, Land Nr. 7 auf unserer Reise. Am Zoll müssen wir wieder alle Papiere zeigen und das Auto aufmachen, was die Dame allerdings genau wollte, haben wir nie erfahren. Vom freien Reiseverkehr innerhalb der EU scheint man hier noch nicht soviel gehört zu haben, auch nicht als wir das Land über das Durmitorgebirge und Niksic wieder verlassen. Auf über 1000 m steht eine riesige, nagelneue Zollanlage wie sie sich manches Zollamt an der EU Außengrenze wünschen würde, was hier zukünftig abgefertigt werden soll,  wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben.

 

Trogir

Trogir – schönstes Städtchen

Ohmmm am goldenen Horn

Ohmmm am goldenen Horn

Navigation in Bosnien

Navigation in Bosnien

Neretwa Delta

Neretwa Delta

Shops im Neretwa Delta

Shops im Neretwa Delta

Pilgerfrühstück in Medugorje

Pilgerfrühstück in Medugorje

Mostar

Mostar

Tee und Gebäck in Mostar

Tee und Gebäck in Mostar

Moschee in Sarajevo

Moschee in Sarajevo

in Sarajevo

in Sarajevo

Camp

Camp

Altstadt von Dubrovnik

Altstadt von Dubrovnik

auf den Spuren Winnetous …

In Maribor, dem ehemaligen Marburg an der Drau treffen wir Frank Suffel, ein Kollege von Andreas aus der Stuttgarter Zeit, er ist dort CEO von Starkom, einer Daimler-Tochter und Teilelieferant unserer G-Klasse. (Rahmen = tragendes Unterteil unseres Autos = wichtig) Er zeigt uns das ganze Werk, ein Teil eines ehemaligen Kombinats, der Sozialismus ist noch spürbar. Die Teile, die die Firma herstellt sind beeindruckend, besonders die Rahmen der 6×6 Version und die Militärausführungen mit Halterungen für Helikopter und Fahrzeuggewichten bis zu 6 to.

Nach einer Nacht in Franks Appartment geht es für uns wieder nach Kroatien, wieder über Zagreb nach Karlovac, von dort über Landstrassen in den Nationalpark Plitvicer Seen, einst Drehorte der Winnetou-Filme. Dort bleiben wir für 2 Nächte und nehmen uns einen Tag Zeit um den Nationalpark zu erkunden. Nun wollen wir wieder an die Adria, der Weg führt uns durch das Velebitgebirge nach Starigrad, dort soll es laut unserem offiziellen Kroatien-Infopaket (vom Tourismusstand Kroatien an der CMT Stuttgart) das Feld von Starigrad zu besichtigen geben. Wir denken an einen Kriegsschauplatz, o. ä., wissen es aber nicht genau, außerdem soll das Feld UNESCO Weltkulturerbe sein, also fragen wir im Touristoffice nach. Die Dame ist sehr freundlich, aber das Feld von Starigrad ist ihr völlig unbekannt. Sie gibt uns zwei Landkarten und das Winnetou Infoblatt über das Velebitgebirge. Google teilt uns schließlich mit, dass das Feld von Starigrad auf der Insel Hvar liegt, dann fällt es auch der Dame vom Touristoffice ein, sie sagt, dass es in Kroatien 3 Starigrad gibt und das auf Hvar aber „Stari Grad“ geschrieben wird.

Wir beschliessen noch am Nachmittag den Ort „Parizevacka glavica“ anzusteuern, dort standen einst die Pueblos der Apachen mit Blick auf den Rio Pecos, der Ort wo Old Shatterhand gegen Intschu-Tschuna wettrudern musste. Das letzte Stück ist nur Schotterweg, für uns aber kein Problem. Der Anblick ist grandios, der grünlich schimmernde Fluß Zrmanja liegt tief in diesem Canyon. Wir sind hier absolut alleine, es herrscht die totale Stille. Wir machen hier Kaffeepause und schießen ein paar Fotos. Gerne würden wir diesen Fluss per Kanu erkunden und den Canyon mal von unten sehen, daher machen wir uns auf nach Kastel Zegarski, dort soll es Rafting- und Kajakangebote geben. Die Straßen werden immer abenteuerlicher und die Gegend menschenleer, in einem Ort, der weder in unserer Radwanderkarte vom Touristoffice noch in unserem Navi existiert fragen wir nach Raftingmöglichkeiten und dem Weg nach Kastel Zegarski. Wir haben Glück und treffen Mica, sein T-shirt ist vielversprechend, es trägt den Aufdruck „Afgahnistan – Leben am Limit“. Er organisiert für uns eine Kajaktour für den nächsten Tag, wechselt uns 100 Euro zu einem Kurs, besser als auf der Bank und stellt uns sein Privatgelände am Fluss zur Übernachtung zur Verfügung, sehr schön direkt an einem Wasserfall gelegen, nur schwer zu finden. Die Kajaktour ist beeindruckend, das Wasser total klar und alles wunderschön. Dies sind bisher unsere schönsten Tage.

Über Zadar, Sibenik fahren wir weiter bis Trogir, auch hier bleiben wir zwei Nächte. Der Ort ist einfach nur schön. Der Plan für die nächsten Tag ist über Split auf die Inseln Brac und Hvar zu fahren, vielleicht finden wir noch das Feld von Stari Grad.

Annette, Frank und Stefan vor einigen Rahmen für die G-Klasse

Annette, Frank und Stefan vor einigen Rahmen für die G-Klasse

Nationalpark Plitvicer Seen

Nationalpark Plitvicer Seen

Nationalpark Plitvicer Seen

Nationalpark Plitvicer Seen

Unser Standplatz bei Mica

Unser Standplatz bei Mica

unser Fahrzeug

unser Fahrzeug vor dem Velebit

Rafting auf der Zrmanja www.raftrek.hr

Rafting auf der Zrmanja
www.raftrek.hr

Fluss Zrmanja alias "Rio Pecos"

Fluss Zrmanja alias „Rio Pecos“

von Istrien nach Zagreb

Von Venedig aus sind wir über Triest, durch Slowenien nach Istrien (HR) gefahren. Wir besuchen Hum, die kleinste Stadt der Welt, Porec und Rovinj sind schöne Städtchen an der Küste Istriens, auch hier ist die Saison zu Ende und die Leute sind am Aufräumen. Rovinj wird auch das Venedig Kroatiens genannt. Viele Künstler haben ihre Werkstätten und Ateliers in der Altstadt. Wir fahren bis Novigrad und übernachten dort. Am Tag drauf baden und schnorcheln wir in der Adria, für uns herrliche Temperaturen. Am Mittag essen wir gegrillten Tintenfisch, sehr lecker. Über Pula, wo wir das Amphitheather und einen österreichischen Marinefriedhof besichtigen, geht es an der Ostküste wieder nach Norden. Auf dem Parkplatz des Hotels Flanona, ein Kultobjekt des östlichen Istriens befindet sich 246m über dem Meeresspiegel, auf halber Strecke der Staatsstraße D66 Pula- Rijeka und 2 km von der antiken Stadt „Plomin“ entfernt, dort spricht uns William an, er ist der Eigentümer von www.4×4.hr  und fragt, ob wir was brauchen, Tipps, Infos, etc. Nett von ihm aber im Moment haben wir alles. Optaija ein mondänes Städchen vor Rijeka lassen wir hinter uns, bevor wir Richtung Zagreb fahren, die Hauptstadt Kroatiens. Wir campen an der Autobahn und fahren abends noch mit dem Bus in die Stadt. Endstation Svaska Most, von dort gehen wir ca. 2,5 km die kerzengerade Straße hinauf in die Innenstadt. Wir gehen zu Fuß, ein schöne Abwechslung nach einem Tag im Auto. Wir trinken ein Glas Wein uns schauen den Leuten zu. Wir wollen wieder zurück, denn der letzte Bus fährt um 22.10 Uhr. Auf dem Rückweg drückt der Wein und auf der Svaska, kurz bevor wieder ein hell erleuchteter Abschnitt kommt ruft der Busch. Jedoch ist das der Falsche! Ein Wachmann kommt und will den Ausweis, hier ist das Hauptquartier der kroatischen Polizei! Ich entschuldige mich, habe das nicht gesehen, ich wollte auch niemanden beleidigen. Er sagt, das interessiert ihn nicht, es gibt einen Strafzettel und er will den Ausweis. Dieser ist leider im Autocamp, aber ich biete ihm die Krankenkassenkarte an. Damit hat er ein Problem und holt den Chef, mit diesem können wir uns dann irgendwann einigen und nach ca. 30 Minuten können wir weitergehen, ohne Strafzettel. Diesen bekommen wir aber am nächsten Tag wegen Falschparkens (100 HRK). Zagreb mag uns nicht, wir fahren erstmal weiter, wieder nach Slowenien nach Maribor. Dort haben wir uns mit Frank Suffel verabredet, er leitet dort ein Werk von Daimler (Starkom), wo die Rahmen für die G-Klasse hergestellt werden.

Baustelle beim Amphitheater in Pula

Baustelle beim Amphitheater in Pula

Kvarner Bucht bei Optaij

Kvarner Bucht bei Optaij

schnorcheln in der Adria

schnorcheln in der Adria

Rovinj

Rovinj

Zagreb

Zagreb

Venedig

Venedig4 (1 von 1)

Wir sind in Venedig angekommen, dem Ausgangs- oder Endpunkt der Seidenstrasse.
In Südtirol haben wir ein arabisches Pärchen getroffen, das uns wegen der Schrift auf dem Auto angesprochen hat, sie haben sich sehr gefreut, dass wir arabische Länder besuchen möchten.

Man merkt, dass hier die Saison zu Ende geht, die Strände sind ziemlich leer und alle irgendwie am Aufräumen.

Den Ausflug heute haben wir sehr genossen, wie auch die Tage zuvor am Gardasee. Morgen geht es erst mal weiter nach Kroatien.

Venedig1 Venedig4

Bella Italia – wir sind in Südtirol

Passhöhe 2505 m

Passhöhe 2505 m

Dies ist unser Reisetagebuch. Wir planen mit unserem Fahrzeug, einem Mercedes-Benz G320 CDI von Deutschland aus, entlang der historischen Seidenstrasse bis nach Singapur zu fahren. Bereits Seneca wusste Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. Daher wagen wir die Reise und freuen uns auf die Begegnungen mit neuen Menschen, Kulturen und Landschaften.